Strategie & Leadership Know-How aus Palo Alto
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Strategie & Leadership Know-How aus Palo Alto

 

Private Q & A mit Jonathan Reichental

Mit einem internationalen Keynote Speaker sich hautnah austauschen zu können, das bot gleich die 1. Session am ersten Tag des HR Inside Summits 2016. Aufbauend auf einem inspirierenden Vortrag zu dem Thema “Stop Managing, Start Inspiring!” hatte man die Möglichkeit in kleiner Runde Jonathan Fragen zu stellen und sich direkten Input eines Experten aus der Zukunftsstadt Silicon Valley zu holen.

 

BFI Wien-Pressesprecher Jan Weinrich und Jonathan Reichental, CIO Palo Alto, im Interview.

BFI Wien-Pressesprecher Jan Weinrich und Jonathan Reichental, CIO Palo Alto, im Interview.

Gleich zu Beginn erteilte er den Rat in jedem Meeting seinen Mitarbeitern die Frage zu stellen „What`s the vision of our business?“. Bei dieser Frage hätte ich ad hoc keine konkrete Antwort parat – außer die Weltherrschaft zu erobern ;-). Im Office-Alltag arbeitet man zwar auf die unterschiedlichsten Ziele hin -manche kurzfristig manche längerfristiger, aber wohin führen uns all diese Ziele? Also welche Vision steckt tatsächlich hinter dem Ganzen? Wohin soll sich das Unternehmen entwickeln? Das sollte laut Jonathan jeder Mitarbeiter wissen, denn jeder sollte sich darüber im Klaren sein warum er oder sie jeden Tag überhaupt zur Arbeit kommt.

Das Wort Inspire bedeutet „Leben einhauchen“ und sollte DIE wichtigste Aufgabe für einen Manager sein.

Es wurde herausgefunden, dass ein Brutto Jahresgehalt bis € 65.000,- als Motivator wirkt, darüber hinaus kann Geld nicht mehr die Motivation zur Inspiration fördern. Jonathan’s Tipp an alle Manager kreiere ein Leitbild, welches simpel, knapp, realistisch, messbar und anregend ist. Es soll jedem zukünftigen Mitarbeiter sofort klar sein wohin das Unternehmen will und deswegen möchte ich dort arbeiten.

TRY and ERROR

Nach diesen 50 Minuten habe ich unter anderem auch gelernt, dass jede Kultur unterschiedliche Zugänge zu Erfolg und Versagen hat. Jonathan wird von vielen Besuchern der ganzen Welt gefragt „Wenn du versagst, ist es etwas Schlechtes?“. Silicon Valley hat ein komplett konträres Mindset als Europa. Denn dort bedeutet Versagen nur, dass man es zumindest einmal versucht hat und dies noch lange kein Grund ist deswegen mit weiteren Versuchen zu stoppen. Dasselbe gilt beispielsweise auch für China, wo ebenfalls das Motto gilt: „Fail and try again“.

Und was ist das Ende der Geschichte oder Session:

Die traditionelle Philosophie von Führung muss sich mit dem Zeitgeist weiterentwickeln und verändern. Vor allem dann, wenn Unternehmen smart wirken möchten und sogenannte Young Professionals für sich gewinnen möchten. Das WARUM („Warum muss ich diese Aufgabe ausführen) ist oftmals wesentlich wichtiger als das WAS („Was muss ich als nächstes machen“).  Wer schon das WARUM verstanden hat, weiß eventuell von selbst was der nächste Schritt ist. Um auch wirklich ein erfolgreicher Manager zu sein, muss man sein Team inspirierend führen. Also schreiben wir uns das hinter die Ohren:

  1. Man muss die Vision des Unternehmens benennen können.
  2. Man muss es den Arbeitskräften ermöglichen sich mit der Philosophie des Unternehmens identifizieren zu können.
  3. Man muss die Mitarbeiter ermutigen Risiken einzugehen und keine Sorge zu haben zu versagen.

Über den Autor

Jennifer unterstützt die Projektleitung bei Marketing & PR Agenden für den HR Inside Summit 2017.  Ihre Aufgabe ist es unter anderem spannende Blogger zu finden, die inspirierende Beiträge rund zum Thema HR mit den LeserInnen teilen möchten.

Jennifer Klose

Jennifer Klose

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