Der Mitarbeiter im Driving Seat – das Zeitalter der Eigenverantwortung beginnt
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Der Mitarbeiter im Driving Seat – das Zeitalter der Eigenverantwortung beginnt

Mitarbeiter überlegen sich selbstständig, wie ihr Beitrag zum Jahreserfolg des Unternehmens aussehen kann. Sie alleine machen sich Gedanken über ihre Weiterentwicklung im Unternehmen. Sie sind es, die die Führungskräfte zum Mitarbeitergespräch einladen, nicht umgekehrt.

Da stellt sich doch die Frage – geht das alles überhaupt?

Um es gleich vorweg zu nehmen. Ja, das geht!

Ich erlebe dies nun seit gut einem Jahr hautnah und kann berichten, dass es eine große, aber nicht unmögliche Umstellung für alle war. Sind es doch die meisten von uns gewohnt, dass uns die Führungskraft sagt, welche Ziele wir im nächsten Jahr zu erreichen haben und wie man sich aus Führungssicht unsere Zukunft vorstellt. Das ist für die meisten eine sehr angenehme Vorgehensweise, die uns aber nicht oft dazu bringt unsere Komfortzone zu verlassen und über uns hinaus zu wachsen. Wenn ich als Talentexpert mit den Mitarbeitern sprach, hörte ich deshalb immer wieder: „Was soll ich schon machen? Ich kann ja eh nichts ändern. Meine Führungskraft hat mich ja nicht darauf angesprochen.“ oder Ähnliches. Meine Antwort war immer: „Doch, du kannst einiges machen. Hast du es schon mal versucht?“ Als Antwort erhielt ich meist Stillschweigen.

Nun war es also an der Zeit den Mitarbeiter in den Driving Seat zu setzen und das Zepter in die Hand zu geben, denn ich glaube wirklich daran, dass die Mitarbeiter selbst am besten wissen, wie ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg aussehen kann. Natürlich gibt es weiterhin globale Vorgaben, die eingehalten werden müssen, aber der Mitarbeiter hat auch hier die Möglichkeit mitzureden und über die Erreichbarkeit dieser Ziele zu diskutieren und zu adaptieren. Weiters wird der Ansatz durch ein flexibles IT Tool unterstützt, welches nur durch den Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt Änderungen und Anpassungen der Ziele zulässt.

Unweigerlich fragt man sich welche Aufgabe dann überhaupt noch den Führungskräften zukommt, oder? – Eine sehr wichtige!
Aber das hierarchische Führen wird abgelöst durch ein Coaching auf Augenhöhe. Es wird auf eine Vertrauensbasis hingearbeitet, die auf Wertschätzung und gegenseitigem Feedback beruht. Der Mitarbeiter gibt die Richtung vor, die Führungskraft begleitet auf dem Weg und holt sich selbst Feedback über den Führungsstil.

Das Ziel ist es, jeden Mitarbeiter in der Selbstentwicklung zu unterstützen, innere Motivation zu fördern und die Möglichkeit zugeben über sich hinauszuwachsen. Das alles sind Benefits, die in der heutigen Zeit nicht unterschätzt werden sollten.

Wir befinden uns natürlich noch in der Phase des Entdeckens und Lernens, ich kann aber jetzt schon sagen, dass wir eine positive Entwicklung bei unseren Mitarbeitern sehen, die wir mit Freude weiterhin unterstützen.

 

Über die Autorin:

Sandra Siegel ist Talentexpert und Business Partner bei Bayer. Sie studierte Wirtschaftsrecht und machte den MBA mit Schwerpunkt Personalmanagement. Immer über den Tellerrand blickend ist sie seit 2 Jahren dabei die HR von Bayer zu digitalisieren, wobei ihr Hauptaugenmerk auf innovativen HR Lösungen liegt.

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