DIE NATUR DES MENSCHEN – EIN MISSVERSTÄNDNIS
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DIE NATUR DES MENSCHEN – EIN MISSVERSTÄNDNIS

Wie funktioniert Gesellschaft? Und was hat der Mensch damit zu tun?

Diese Fragen müssen wir uns in einer Zeit des globalen Wandels zunehmend stellen. Die Wirtschaft, gesellschaftliche Strukturen sowie die Menschen selbst sind in Bewegung. Als Kulturanthropologin spreche ich darüber, warum wir unser Menschenbild anpassen müssen, um diese Gegenwart und die Zukunft, die vor uns liegt, zu meistern. 

Die Welt ist im Moment in Bewegung. Auch, wenn es nach immer wiederkehrenden Lockdowns nicht so wirken mag: In Zukunft werden sich die Wirtschaft, gesellschaftliche Strukturen und auch die Menschen selbst verändern. Ein back-to-normal ist utopisch. Ein Stillstand unmöglich. 

In Zukunft wird es also wesentlich sein, die Richtung dieser Veränderungen zu definieren. Nimmt die Digitalisierung uns ein oder nutzen wir sie zu unseren Gunsten? Droht uns die Wirtschaft zu schwächen oder stärken oder werden wir durch sie geschwächt bzw. gestärkt? Wird Angst uns von unseren Mitmenschen entfernen oder bringt Solidarität uns näher zusammen? 

Um nicht Gefahr zu laufen, uns von der Welt überrollen zu lassen, sondern sie als Spielball zu nutzen, müssen wir an einer Sache arbeiten. Und zwar an unserem Menschenbild. 

Wer ist der Mensch? Und was ist seine Aufgabe? Diese Fragen klingen beim ersten Hinschauen banal. Und beim zweiten Mal Lesen eventuell zu philosophisch oder abstrakt. 

Beim dritten Mal lässt sich erkennen, dass diese zwei simplen Fragen essenziell für gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen sind. 

Wir leben in einer Zeit, die von einem noch nie dagewesenen Wohlstand begleitet ist. Und gleichzeitig wollen wir immer mehr. Wir leben in einer Zeit, in der wir so viel Möglichkeiten haben wie noch nie. Und gleichzeitig fühlen wir uns oft machtlos. Wir leben in einer Zeit, in der so viele Menschen miteinander verbunden sind wie noch nie. Und gleichzeitig erleben wir eine Spaltung der Gesellschaft. 

Die Welt, in der wir leben, passt nicht zusammen, mit dem was wir tun und mit dem, wer wir sind. Was also nun? 

Es ist an der Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wer wir sind und was wir tun. Aber wo starten? Der beste Startpunkt ist unser Menschenbild. Der Begriff Menschenbild vereint die Vorstellungen einer Gesellschaft über den Menschen. Er beinhaltet Antworten auf die Fragen: Wer ist der Mensch? Was ist seine Aufgabe?  Er ist geprägt von Zeit und Ort. Er ist außerdem geprägt von der gängigen Vorstellung über die Natur des Menschen.

Um neue Strukturen zu schaffen und um Veränderungen zu unseren Gunsten einzuleiten, gilt es, sich Gedanken über unser Menschenbild zu machen. Gerade Menschen, die andere Personen leiten, führen und Arbeitsstrukturen schaffen, sind nun gefordert, große Fragen mit klaren Antworten zu erwidern. 

Und damit Ihnen das gelingt, kläre ich das Publikum auf. Denn um ein modernes Menschenbild zu definieren, gilt es erst, einige große Missverständnisse über die Natur des Menschen aus dem Weg zu räumen. 

Sprechen wir bei der Summer Edition des HR Inside Summit im Schloss Laxenburg von 16. – 17. Juni 2021 also darüber, wie der Mensch tatsächlich funktioniert. 

Über die Autorin: 

Bettina Ludwig ist Kultur- und Sozialanthropologin, Keynote-Speakerin und eigentlich dauerhaft im Forschermodus. Die Welt zu beobachten, zu analysieren und zu verstehen ist ihr täglicher Antrieb. Als Jäger- und Sammlerforscherin sammelt sie Antworten auf die Frage, warum der Mensch tut was er tut. Ihre Erkenntnisse verpackt sie in einer fesselnden Bühnenshow.

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