Interviews zur Eignungsbeurteilung – wie erfolgt eine Gestaltung mit Ziel und Stil?
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Interviews zur Eignungsbeurteilung – wie erfolgt eine Gestaltung mit Ziel und Stil?

Das Einstellungsinterview ist als Breitbanddiagnostikum eines der beliebtesten Instrumente in der Personalauswahl. Die Vorteile für diese flexible und gängige Methode liegen auf der Hand und sind allgemein anerkannt. Die einfache Praktikabilität seitens der Arbeitgeber und die hohe Akzeptanz von Einstellungsinterviews seitens der BewerberInnen überzeugen.

Das Interview dient üblicherweise als Austausch zwischen den BewerberInnen und den neuen ArbeitgeberInnen bezüglich der Arbeitstätigkeit und Organisation sowie dem gegenseitigen Kennenlernen. Darüber hinaus wollen sich alle Beteiligten ein Bild zur Passung machen. Demnach ist das Ziel eines solchen Interviews, relevante Informationen zu erheben, um eine möglichst valide Eignungsbeurteilung durchführen zu können. Dabei steht die Vergleichbarkeit der KandidatInnen im Mittelpunkt, die zu erfolgreichen Entscheidungen führen soll.

Die Häufigkeit des Einsatzes garantiert allerdings noch nicht die Qualität und sagt nichts über die Aussagekraft der geführten Einstellungsinterviews aus. Der Anteil an professioneller Beteiligung bei der Gestaltung von Interviews ist in der Praxis häufig niedrig, da die Relevanz von Qualitätsstandards unterschätzt werden.

Für die ArbeitgeberInnen stellt sich klarerweise die Frage des Mehrwerts dieser Methode, welche nur in Anlehnung an Qualitätsrichtlinien (nach DIN 33430) geschaffen werden kann. Bereits im Jahr 1998 zeigte die Meta-Analyse nach Schmidt und Hunter den Mehrwert eines strukturierten Interviews. Weitere Studien deuten darauf hin, dass mit dem Grad der Strukturierung zum Einstellungsinterview, der Qualität der Fragen und einer günstigen Vorgehensweise bei der Beurteilung der Antworten auch die prognostische Validität steigt.

Wie soll ein Interview zur Eignungsbeurteilung gestaltet sein, damit es zielführend ist und den aktuellen Standards entspricht? MyCheck for Interview-Leaders wird ab 15. September 2018 für Sie zugänglich sein und gibt Ihnen Feedback zu Ihrer Vorgehensweise.

Damit können Sie erkennen, ob Sie bei der 50-Minuten Session Get started as Interview-Leader – Interviews zur Eignungsbeurteilung mit Ziel und Stil führen etwas Neues dazulernen können.

Ziel der Session ist es, Know-how und Handlungsanweisungen zur Erhöhung der Qualität von Interviews zu vermitteln, damit Sie mit Stil und Struktur Interviews sicher leiten können.

Quellen:

Schmidt, F.L. & Hunter, J.E. (1998). The Validity and Utility of Selection Methods in Personnel Psychology: Practical and Theoretical Implications of 85 Years of Research Findings. Psychological Bulletin, 124 (2), 262-274.

 

Über die Autorin

Dr. Rebecca Fill Giordano leitet als Arbeits- und Organisations-Psychologin das Team hr+. Als Lizenzinhaberin der DIN 33430 für berufsbezogene Eignungsbeurteilungen berät sie Unternehmen bei der Personalauswahl und -entwicklung. Sie hat sich auf die Entwicklung von Methoden und Tests zur Erfassung von Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften spezialisiert und bietet fachkundige Unterstützung bei Auswahlverfahren (z.B. von Auszubildenden, Führungskräften usw.) und professionelle Begleitung bei Evaluationsprojekten. www.hrplus.pro

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