Wie Talent Intelligence die Personalbranche revolutioniert
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Wie Talent Intelligence die Personalbranche revolutioniert

Die digitale Transformation verändert auch die HR Welt enorm. Die Möglichkeit Analysen aus unterschiedlichen Bereichen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, zu nutzen, verändert auch die Entscheidungsfindung von Personalverantwortlichen. Anwendungen sind beispielsweise in den Bereichen Personalgewinnung, Internal Sourcing oder auch bei der Umsetzung von Diversity-Strategien zu finden.

 

Die digitale Transformation sorgt für einen grundlegenden Wandel auch im Personalwesen. Fast vier Fünftel aller Personaler (79 Prozent) werden laut einer LinkedIn-Studie* in naher Zukunft beispielsweise bei der Personalgewinnung datengestützt arbeiten. Klar: Daten spielen seit einiger Zeit eine wichtige Rolle, neu ist aber die Menge an verfügbaren Informationen und die Geschwindigkeit der Auswertung. Heute ist es viel leichter als früher, interne wie externe Kandidaten basierend auf ihren Fertigkeiten zu identifizieren. Auch ihre Ausbildung und weitere Qualifikationen stellen Fach- und Führungskräfte heute in Business Netzwerken bereit.

Sorgen, dass intelligente Systeme sie ersetzen werden, müssen Personaler jedoch nicht haben. Talent Intelligence wird die Arbeit der Personalprofis erleichtern: Software kann passende Bewerber aus einem großen Pool identifizieren und somit eine Vorauswahl vornehmen – die Entscheidung für eine/n KandidatIn treffen aber weiterhin die zukünftigen Vorgesetzten aus der Fachabteilung in Abstimmung mit den Recruitern. Wer Algorithmen aktiv als Unterstützung bei der Auswahl von KandidatInnen einsetzt, ist im Zweifelsfalle schneller als die Konkurrenz. Geschwindigkeit ist ein großer Vorteil im Wettbewerb um Talente.

 

Talent Intelligence kann Unternehmen auch bei Standortentscheidungen für eine neue Niederlassung helfen: Es sind Analysen möglich, die die Regionen identifizieren, in denen potentielle Mitarbeiter mit bestimmten Fertigkeiten besonders häufig vorhanden sind. Auch die Nachfrage nach diesen Talenten lässt sich herausfinden, und somit der zu erwartende Wettbewerb.

Auch in Bezug auf die Umsetzung von Diversity-Strategien spielt Software eine Rolle. Diversity steht laut der erwähnten globalen Umfrage unter HR-Managern ganz oben auf der Agenda. Auch 78 Prozent der deutschen Personalverantwortlichen halten Diversity für den derzeit wichtigsten Faktor bei der Auswahl von Bewerbern. Von einer heterogenen Belegschaft erwarten sie sich eine bessere Unternehmenskultur, einen besseren Kontakt zu Kunden und mehr Produktivität und Innovationen.

Doch die Umsetzung ist nicht immer einfach. Viele Unternehmen haben nach wie vor Probleme damit, geeignete Kandidaten zu finden (38 Prozent der globalen Befragten). Lösen lässt sich diese Herausforderung durch den Einsatz der genannten digitalen Technologien. Sie helfen, Diversität im Unternehmen durchzusetzen, indem sie etwa Geschlecht, Ethnie oder Alter der Bewerber und der aktuellen Belegschaft analysieren. Auf dieser Grundlage können Personalverantwortliche datenbasierte Entscheidungen treffen, die für mehr Diversität sorgen.

 

* LinkedIn Global Recruiting Trends 2018

 

Über die Autorin:

Barbara Wittmann ist Direktorin für den Bereich Talent Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei LinkedIn Deutschland, Österreich und der Schweiz

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