Widerstände in Change-Prozessen
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Widerstände in Change-Prozessen

Die Verantwortung der Führungsriege ist, Change, den sie predigen zuerst selbst zu leben. Hier liegt oft schon die Krux begraben. In unserer Erfahrung haben wir gesehen, dass Führungskräfte Veränderung verlangen, selbst aber nicht leben. Das passiert nicht aus bösem Willen, sondern einfach aus mangelndem Wissen, wie man selbst als Mensch strukturiert einen Change-Prozess durchlebt.
Durch das mangelnde Wissen entsteht bei Veränderung einfach nur Druck und Angst. Aus der Ohnmacht, nicht zu wissen was man jetzt genau tun soll um sich persönlich zu verändern gehen MitarbeiterInnen in Widerstand. Dieser Widerstand hemmt die Produktivität eines Unternehmens, zerstört auch Stimmung und Motivation.

Deswegen starten wir unsere Prozesse ausschließlich immer Top-Down (C-Level inludiert), um absolute Glaubwürdigkeit zu gewährleisten. Die Führungskräfte Leben vor, wie sie sich selbst auch durch neue Anforderungen verändern und managen. Dadurch können sie nicht nur theoretisch das Thema Change behandeln, sondern auch durch die eigene Veränderung empirisch Anleitung geben, wie dies zu bewerkstelligen ist. Sie haben absolute Glaubwürdigkeit und die Veränderung wird multipliziert im Unternehmen.

Die Lösung dieses Themas ist ein strukturierter Prozess, der Personen zeigt, wie sich nicht nur das Unternehmen verändern wird, sondern wie auch die persönliche Veränderung, die dieses begleitet, vonstatten geht.

 

Dieser Prozess beginnt mit Bewusstheit:

Die zentrale Eigenschaft,  die es zu Anfang vor allem auf der Führungsebene zu trainieren gilt, ist Bewusstheit. Diese Qualität wird bereits in den USA mit Erfolg korreliert. Je höher die Bewusstheit einer Person ist, desto besser kann sich die Person entwickeln. Bewußtheit ist die Kenntnis der eigenen Persönlichkeit, das echte Wissen um die eigenen Stärken und Schwächen. Je höher die Bewusstheit, umso besser kann man negatives Feedback nehmen, umso besser kann man an seinen Fehlern arbeiten. Je geringer die Bewusstheit, umso mehr ist man in der Verleugnung, sieht sich selbst als Opfer von Umständen und verurteilt die anderen. Das sind genau die Eigenschaften, die besonders auf Führungsebene Veränderungsprozesse hemmen und die Produktivität negativ beeinflussen, von der Stimmung gar nicht zu reden.

Bewusstheit ist auch besonders gut daran zu messen, wie groß die Schnittmenge einer statistisch signifikanten Menge an Feedbackgebern und dem Eigenbild ist. Bei unbewussten Menschen, ist die Schnittmenge sehr gering. Sie sehen sich selbst ganz anders, als sie ihre Umwelt wahrnimmt. Die leichteste Art für diese Personen, das zu rechtfertigen ist die Abwertung der Feedbackgeber. Genau solche Reaktionen sind extrem unprofessionell und schaden dem ganzen Unternehmen und der Stimmung.

Als Führungskraft ist aber die Wahrnehmung der Anderen die Realität. Es wichtiger, wie die Führungskraft wirkt und agiert, denn das Wirken und Tun werden von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen multipliziert, nicht das, was die Person dahinter meint.

Hier gilt es in Unternehmen, knallhart Managern und Mitarbeitern Top-Down den Spiegel vorzuhalten durch verschiedene Tools, seien es Trainings, Feedback Tools oder direkte Gespräche innerhalb des Unternehmens.
Der Grund, warum diese Gespräche oft nicht geführt werden ist die Angst vor Harmonieverlust oder auch oft um den eigenen Job. Konfliktscheue hemmt unternehmerisches Wachstum!  Beispielsweise Feedback führt zu mehr Bewusstheit, Bewusstheit führt zu einer höheren Flexibilität in der eigenen Persönlichkeit. Höhere Flexibilität führt zu mehr Produktivität. Produktivität ist Erfolg. Bewusstheit ist Erfolg.

Hat der Blog Ihr Interesse geweckt? Dann besuchen Sie Sebastian Körbers und Chris Greulichs Session zum Thema Wie motiviere ich und löse Widerstände in Change-Prozessen? am HR Inside Summit 2019.

Über den Autor:

Sebastian is the change man. He himself lives change and transition constantly and thus is highly credible and contagious. After his studies of clinical psychology (Mag.) he emigrated to Latin America, where he worked e.g. in a Peruvian jail and with guerilla-fighters in Colombia. Being an entrepreneur and investor, his companies in Austria, the USA and Colombia focus on quick and effective change processes for corporations as well as individuals. And they deliver. Sebastian teaches leadership and entrepreneurship at several universities in 3 languages and most importantly, he doesn’t take himself too seriously.

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